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Reviewarchiv
reviewpictureSnoop Dogg
»The Last Meal«
Es gab Zeiten, da sah man Westcoast Legende Snoop Dogg wie gewohnt in seinen Videos zwischen mehrern jungen Damen über die Vorzüge des Lebens eines Stars rappen. Dafür war er bekannt und dafür wurde er geliebt. Aktuell ist der Dogfather in dem Süßigkeitenparadis des Pop Sternchens Kate Perry unterwegs um ein bisschen Gangstaimage zu verteilen. Ein ganz schöner Wandel für einen Jungen der im gefährlichen Stadtteil Long Beach großgeworden ist. Aber auch wenn der Konsumentenkreis des Rapstars in den letzten Jahren etwas "anders" erweitert wurde, ist Snoop sich immer treu geblieben und ist auch wahrscheinlich einer der einzigen Rapper der nach so einem Videoauftritt nocheinmal "davonkommt" und sein Image beibehält. Für Fans der guten Alten Zeiten, hält jetzt Priority Records ein Geschenk bereit. Das Label, dass lange Zeit eine H... Weiterlesen.
reviewpictureDwele
»W.ants W.orld W.omen«
Was soll mir dieser etwas merkwürdige Albumtitel sagen? Das war mein erster Gedanke diese CD betreffend. War es Dweles Ziel, das Akronym www, welches als „world wide web“ bekannt ist, neu zu definieren? Oder wollte er durch die Abtrennung der Ws lediglich betonen, was für eine tolle Alliteration „W.ants W.orld W.omen“ darstellt? Für mich bleibt es schleierhaft, dafür weist der Titel aber noch auf eine wesentliche Tatsache hin: Bei deiner Platte handelt es sich um ein Konzeptalbum vom feinsten. Die thematische Dreiteilung des Albums wird neben dem Titel noch durch das Cover verdeutlicht. Tatsächlich überrascht es schon, dass dieses Konzept nicht für ein Dreifachalbum genutzt, sondern stattdessen für die 17-Track und 55 Minuten starke Platte durchgezogen wurde. Doch wie sagt man so schön: Weniger ist mehr... Weiterlesen.
reviewpictureAntihelden
»Kein Happy End«
Antihelden, so nennt sich das Duo rund um den Ex-Buckwheats Rapper Abroo und den, für viele von „Feuer über Deutschland 3“ bekannten Rapper,Dra-Q. Nach ihrem „Kampf der Veteranen“ Mixtape, dass letztes Jahr erschien, kommt das jetzige Album „Kein Happy End“, wieder bei dem Dresdener Label NEW DEF raus. Und das die beiden, schon das ein oder andere Hip-Hop Jährchen auf dem Buckel haben, dürfte den meisten auch wohl bekannt sein. Und gleich von vornherein lässt sich eines sagen: Was die beiden hier bieten, ist Rap. Das ist Hip-Hop. Hier werden keine Floskeln geboten, hier werden keine übertriebenen Geschichten erzählt. Deutsche Rapper sprechen in Anbetracht von dem was die beiden hier zeigen, oft von „Realness“, ich würde hier schlicht und einfach von guter, ehrlicher Musik reden. Das „Intro... Weiterlesen.
reviewpictureRakaa
»Crown of Thorns«
Nachdem es beide, DJ Babu (Duck Season) und Evidence (The Wheaterman, The Layover), geschafft haben, als ein Teil einer der meist konstantesten Hip Hop Gruppen auch als Solo-Artisten geachtet und gefeiert zu werden, möchte jetzt auch Mann 3, Raaka, seine Gedanken und sein Talent auf eine eigene CD verpacken. Natürlich ist das keine leichte Aufgabe, da seine Vorgänger einen ziemlich hohen Maßstab gesetzt haben. Auch wenn man ein Auge auf die Tracklist wirft, wird natürlich bei Namen wie Alchemist, Oh No, Defari, Krs-One, Exile, El-P etc. ein Hammer Album erwartet. Der Entschluss, ausserhalb einer Gruppe ein Soloalbum zu veröffentlichen, kann etwas sehr Gutes sein. Doch es gibt auch sehr viele Gegenbeispiele, wo so etwas ganz schwer nach hinten losgegangen ist. Gründe dafür könnten sicherlich sein, dass Fans den neuen, vielleicht... Weiterlesen.
reviewpictureEminem
»Recovery«
Knapp ein Jahr nach dem „Rückfall“, stellt Eminems siebtes Studioalbum nun die „Genesung“ dar. Wie sich diese so ungefähr anhört, kann man schon anhand der vorhandenen Featuregäste erahnen: Kobe, Pink, Lil Wayne und Rihanna. Eminem hat sich angesagte Künstler ins Boot geholt, sowohl aus dem Hip Hop- als auch aus dem Pop-Umfeld. Dazu kommen dann noch Produzenten wie Just Blaze, DJ Khalil, Dr. Dre, Jim Jonsin, Emile, Boi-1da und Havoc, die zum Beispiel die Band R.E.M. oder den Eurodance-Hit „What is love“ von Haddaway sampleten, um die passenden Beats für diese Platte zu schaffen. Mit seinen 17 Tracks (inklusive Bonus-Track), keiner davon ist übrigens eine Skit, und einer Laufzeit von ca. 76 Minuten, ist sein Album ziemlich umfangreich geworden... Weiterlesen.
reviewpictureDrake
»Thank me later«
Kaum ein Künstler wurde in den letzten Monaten so gehyped wie Drake. Bei mir persönlich kam der Hype nie wirklich an, der MC war mir immer unsympathisch und um ehrlich zu sein hatte ich nie große Lust, mich näher mit ihm zu befassen. Dennoch juckte es mir in den Fingern, in sein Album reinzuhören, um mir ein Bild über den Künstler, der von allen Seiten so hoch gelobt wird, zu machen. „Thank me later“ beginnt ungewöhnlicherweise nicht mit einem Intro, sondern mit dem Track „Fireworks“, der sofort eine entspannte Atmosphere vermittelt. Diese ist nicht zuletzt der typischen Alicia-Keys Hook zu verdanken. Drakes Rappart erinnert etwas an Kanye West, weiß aber durchaus zu überzeugen. Bei „Karaoke“ sind wir dann wieder bei einem leichten A... Weiterlesen.
reviewpictureMurs & 9th Wonder
»Fornever«
Ob Marco Polo & Ruste Juxx, Talib Kweli & Hi-Tek oder Nas & Damian Marley. Es scheint die Zeit der großen Duos zu sein. Und das neuste Release von Murs & 9th Wonder, "Fornever", verstärkt diesen Eindruck nochmals. Nach "Murs 3:16: The 9th Edition" und "Sweet Lord" ist "Fornever" nun ihr drittes vollwertiges Studioalbum und genau wie die beiden Vorgänger besteht der Neuling aus genau 10 Tracks. Los geht es mit dem Titeltrack "Fornever". 9th Wonder liefert hier einen, wie von ihm gewohnt, smoothen Sound, auf dem Murs flowmässig zeigt was er drauf hat. Aber nicht nur die Arbeit von Murs und 9th Wonder ist hier zu bestaunen, denn auch Dogg Pound Mitglied Kurupt lässt ein paar solide Lines raus. Die drei folgenden Tracks sind soundmässig an den Ersten angelehnt. Der ruhige Sound des Produzenten aus North Carolina sch... Weiterlesen.
reviewpictureBrotha Lynch Hung
»Dinner and a movie«
Es ist immer schwer, einen für mich unbekannten Rapper zu beurteilen. Brotha Lynch Hung jedoch ist ein Künstler, mit dem man sich einfach beschäftigen muss. Mit seinem Debüt auf einem neuen Label - nämlich dem von Tech N9ne - welches den Namen „Dinner and a movie“ trägt, bringt er Nummer eins von drei geplanten Konzept-LPs. Hintergrundstory hier ist ein besonders kreativer MC, der gerne Filme schaut – Horrorfilme. Jeder Track erzählt von einer Szene aus einem dieser Filme. „I don’t have to kill anyone. I just think it. It’s all up here. Believe me, if I started killing anyone, there’d be none of you left” heißt es bereits im Intro. Klare Worte, die dennoch etwas nach Rechtfertigung seiner harten Texte klingen. Schließlich beschäftigt sich Lynch mit Themen, die bei de... Weiterlesen.
reviewpictureNas & Damian Marley
»Distant Relatives«
Eines der mit am häufigsten behandelten Themen im amerikanischen Rap ist, wenn man mal all die materiell orientierten Tracks außen vor lässt, die Herkunft der meist aus Afrika stammenden Protagonisten. Auch Nasir „Nas“ Jones und Damian „Jr. Gong“ Marley widmen sich auf „Distant Relatives“ diesem schwierigen Thema, wie sich am Namen des Albums schon deutlich erkennen lässt. Auch das ziemlich schlicht gehaltene Cover und das Artwork der CD kündigen eine Reise auf den schwarzen Kontinent an. Interessanterweise werden im Booklet ausgewählte geschichtliche Fakten präsentiert, beispielsweise erfährt der geneigte Leser ein wenig über den einflussreichsten König des Zulu-Stammes. Außerdem ist ein passendes Zitat von Marcus Garvey zu finden, nämlich „A people without the knowlegde of their p... Weiterlesen.
reviewpictureReflection Eternal
»Revolutions Per Minute«
Betritt man die Electric Lady Studios in New York dann spürt und erhascht sofort der Mief der Vergangenheit. Etliche Musikgrößen nahmen wahre Klassiker in dem von Jimi Hendrix erbauten Studio auf, das mittlerweile dem Branchenprimus Warner Brothers gehört. Auch große Rap-Alben haben hier ihren Ursprung: So rappte Nas zum Beispiel Verses für sein letztes Album „Untiteld“ hier ein, Erykah Badu sang für ihr viertes Album „New Amerykah Part One“ und die Roots haben die quasi-Dauerkarte für die legendären Gemäuer, unweit entfernt vom Broadway, schon längst gelöst. Auch das erste Reflection Eternal Album „Train of Thought“ wurde hier aufgenommen, keine Überaschung also dass man die legendäre... Weiterlesen.

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