Gift Of Gab
»Escape 2 Mars«


Unsere Wertung:


 Lucas am 06.12.2009 13:16
 Sage anderen deine Meinung...

Gift Of Gab, besser bekannt als Frontmann vom Westküsten-Duo Blackalicious, bringt mit "Escape 2 Mars" bereits sein zweites Soloalbum nach dem 2004 erschienenen "Fourth Dimensional Rocketships Going Up". Letztes Jahr veröffentlichte er, in Kollaboration mit Rapper Lateef The Truth Speaker und Produzent Headnodic, zusammen als Mighty Underdogs, das Album "Droppin' Science Fiction".

Letztgenannter, Headnodic, tritt auch auf "Escape 2 Mars" wieder in Erscheinung, mit 3 Beats durfte er einen kleinen Teil zum Gesamtwerk beitragen, Hauptproduzent ist der eher unbekannte DNABEATS. Wenn man sich die Äußerlichkeiten der CD anschaut, besticht das Album durch ein außergewöhnliches Cover, welches den Hörer noch neugieriger macht und in eine träumerische Stimmung versetzt.

Diese Stimmung wird im Intro sehr schön umgesetzt, der entspannte Beat und die sehr angenehme Stimme von Gift Of Gab könnten das Album kaum besser einleiten. Weiter geht’s mit der ersten Single „El Gifto Magnifico“, welche das Album durch den markanten und ständig wechselnden Flow des Rappers förmlich antreibt und durch die eingängige Hook sehr massentauglich rüberkommt. Im folgenden Track gibt’s die einzigen Gastauftritte des Albums zu hören. Rhymesayers-Rapper Brother Ali und Hieroglyphics-Member Del The Funky Homosapien bilden mit Gift Of Gab eine interessante Mischung, die ohne Zweifel funktioniert und somit das Highlight der Platte kreiert, denn „Dreamin‘“ überzeugt durch einen minimalistischen Beat und drei nahezu perfekte Rapparts. Nach einer Weile ist man dann „In Las Vegas“ angekommen und spürt, wie der blitzlichtartige Sound auf einen einprasselt. Der Titeltrack gestaltet sich dann wieder etwas ruhiger und beeindruckt durch die Fähigkeiten des MCs am Mikrophon. Wie der Titel schon vermuten lässt, wird in „Electric Waterfalls“ die elektronische Schiene gefahren, die durch den etwas überladenen Beat eher zu den schwächeren Tracks der LP gezählt wird. Die zwei folgenden Anspielstationen gehen zwar in Ordnung, können aber meist nicht mit den restlichen mithalten. Ein guter Schlusspunkt wird mit „Rhyme Travel“ gesetzt, welches eine schön melodische Hook enthält und einen gelungenen Abschluss schafft.

Nach kurzen 40 Minuten und nur 11 Tracks hat der Spaß auch schon ein Ende und es wird Zeit ein Fazit zu ziehen: Durch abwechslungsreiche und prägnante Songs hat es Gift Of Gab erreicht, dass im Ohr des Hörers etwas hängenbleibt und ihn nicht dazu zwingt, die CD im Regal verstauben zu lassen. Ein großes Kompliment geht auch an DNABEATS, dessen Produktionen perfekt auf die Raps des MCs angepasst sind. Durch die geringe Anzahl an Songs kann nicht viel falsch gemacht werden und somit hat man es hier letztendlich mit einem starken Longplayer zutun, der auf seine Weise einzigartig ist.


 Jeden Tag frisch
Aktuellste News
#01573 Pimp C. erwacht vo...
#01572 Doppel-U. Holt Weltr...
#01571 F.R.. Auftritt i...
#01570 Tua . Elektroalb...
 Noch nicht genug?
Mehr Reviews
#0204 Tefla & Jaleel - Weißt du ...
#0203 B-Doub - Food For T...
#0202 Hammer & Zirkel - Wir sind F...
#0200 Kollegah - Hoodtape V...
 In Talk
Neuste Interviews
#0150 Nosliw
#0149 Samson Jones
#0148 Marteria
#0147 Herr von Grau